BiToP – Prozessoptimierung eines Bioraffinationsverfahrens zur Gärrestaufbereitung mit dem Ziel der Gewinnung von Torfersatzstoffen und der N und P Nährstoffrückgewinnung unter Praxisbedingungen
Im Projekt geht es um die Weiterentwicklung und das Monitoring eines Bioraffinationsverfahrens für die Gärrestaufbereitung zur Gewinnung von Torfersatzstoffen (TES) und Düngeprodukten. Im Rahmen des Projektes gilt es, Untersuchungen zum Einfluss verschiedener Prozessparameter im Praxisbetrieb und unterschiedlicher Gärreste auf die Torfersatzstoffqualität, die Prozesseffizienz und die Effizienz der Nährstoffrückgewinnung durchzuführen. Dies geschieht einschließlich der Berücksichtigung verschiedener Stoffströme (u.a. Gras aus Nasswiese, Landschaftspflege) und der Weiterverarbeitung der flüssigen Stoffströme. Entwicklung und Optimierung von kosteneffizienten dezentralen Aufbereitungstechniken zur Gewinnung weiterer transportwürdiger Nährstofffraktionen (u.a. Struvit) sowie TES-Fraktionen und deren Eignung zur Torfsubstitution in unterschiedlichen Substrat-Qualitäten werden im Labor- und Praxismaßstab geprüft. Hierzu werden seitens des DBFZ (Federführung) in Kooperation mit dem 3N Kompetenzzentrum und der Firma Vogelsang Versuche durchgeführt, welche mit unterschiedlich stark belasteten Waschwässern aus der Gärrest-Wäsche angesetzt werden. Die Waschwässer werden an mindestens sechs Biogasanlagen entstehen. Die Waschungen werden im Praxismaßstab passieren. In den Laboren des DBFZ werden mit unterschiedlichen MG-Trägern Struvit-Ansätze gefahren. Die erfolgversprechendsten Ansätze werden dann mit der Firma Vogelsang an den Biogasanlagen in Großversuche überführt. Die Analysen der Proben werden in akkreditierten Laboren durchgeführt. Im Anschluss der Versuche wird die Verfahrenskette von der Biogaserzeugung über die Aufbereitung der Gärreste bis zu den Produkten Torfersatzstoff, Düngemittel und Beregnungswasser einer ökologischen Bewertung (LCA) unterzogen. Ebenso steht im Anschluss eine ökonomische Bewertung der Verfahrenskette an, anhand derer regionale Implementation und Übertragbarkeit geprüft werden kann.